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Workshop 11 (ehemals 12): "Soziale Aspekte des Wissensmanagement" |
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Motiviert durch die Erkenntnis, dass Wissen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg wirtschaftlichen Handelns leistet, entwickelt sich seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Fachgebiet, das wir heute als ›Wissensmanagement‹ kennen. Bereits das Wort ›Management‹ deutet darauf hin, dass Wissen vorrangig als Ressource verstanden wird. Getrieben durch Theoretiker und Praktiker, die sich vor längerer Zeit mit Daten- und in jüngerer Zeit mit Informationsmanagement beschäftigt haben, wird Wissensmanagement oft als logische Weiterentwicklung der vorgenannten Gebiete betrachtet. Die Fokussierung auf technische Fragestellungen lässt jedoch außer Acht, dass Wissen und Wissensmanagement nur in einem sozialen Kontext zu verstehen sind. Daraus folgt, dass ein auf technischen Artefakten basierendes Wissensmanagementsystem—so die These dieses Workshops—immer nur so gut sein kann, wie seine Einbettung in das jeweils gegebene soziale Umfeld. Die soziale Dimension des Wissensmanagements ist dementsprechend von besonderer Bedeutung für seinen Erfolg. Sowohl die Betriebswirtschaftslehre als auch die Wirtschaftsinformatik, die beiden dominierenden Disziplinen auf dem Gebiet des Wissensmanagements, liefern nur einen ungenügenden theoretischen Hintergrund für die Betrachtung sozialer Aspekte des Wissensmanagements. So wird dort in der Regel ignoriert, dass die Auseinandersetzung mit Wissen sowie dessen Bedeutung für die Menschheit beispielsweise in der westlichen Philosophie seit mehr als 2500 Jahren geführt wird, und auch die Soziologie sowie die Psychologie bereits seit Jahrhunderten mit der Wissensproblematik befasst sind. Es ist liegt somit nahe, zu erörtern, welchen Beitrag diese Disziplinen zu aktuellen, die soziale Dimension des Wissensmanagements betreffenden Fragestellungen leisten können. Die Konfrontation praktischer Problemstellungen der Wirtschaftsinformatik und der Betriebswirtschaftslehre mit Konzepten aus den Disziplinen Philosophie, Soziologie und Psychologie trägt zur wechselseitigen Horizonterweiterung unter Berücksichtigung der Bedingungen der Praxis des Wissensmanagements bei. Zielgruppe und Zielsetzung Zielgruppe des Workshops sind Theoretiker und Praktiker, die sich bereits heute mit sozialen Aspekten des Wissensmanagements auseinandersetzen oder die Implikationen der sozialen Dimension für die künftige Entwicklung des Gebiets diskutieren wollen. Das Ziel des Workshops ist es, konzeptionelle Grundlagen für die Integration disziplinspezifischer Theorien und Konzepte zu einem praxistauglichen, ganzheitlichen Wissensmanagment-Ansatz zu erörtern.
Zeitplan
Moderatorinnen und Moderatoren Prof. Dr. Hubert Knoblauch, Technische Universität Berlin
Wichtige Termine
Programmkomitee Dr.-Ing. Rudolf Hoyer, Vereins- und Westbank AG, Hamburg Organisationskomitee Boris Wyssusek, Technische Universität Berlin, Institut für
Wirtschaftsinformatik Sponsoren Deutsche Post AG, Bonn Publikation In den Proceedings der Konferenz werden 'extented abstracts' der Workshop-Beiträge veröffentlicht. Überarbeitete Fassungen der Workshop-Beiträge erscheinen in einer separaten Publikation.
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