2. Konferenz
Professionelles Wissensmanagement Erfahrungen und Visionen
Luzern - 2.-4. April 2003

 

     

 

Workshop 11 (ehemals 12): "Soziale Aspekte des Wissensmanagement"

 

 

 

 

Motiviert durch die Erkenntnis, dass Wissen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg wirtschaftlichen Handelns leistet, entwickelt sich seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Fachgebiet, das wir heute als ›Wissensmanagement‹ kennen. Bereits das Wort ›Management‹ deutet darauf hin, dass Wissen vorrangig als Ressource verstanden wird. Getrieben durch Theoretiker und Praktiker, die sich vor längerer Zeit mit Daten- und in jüngerer Zeit mit Informationsmanagement beschäftigt haben, wird Wissensmanagement oft als logische Weiterentwicklung der vorgenannten Gebiete betrachtet. Die Fokussierung auf technische Fragestellungen lässt jedoch außer Acht, dass Wissen und Wissensmanagement nur in einem sozialen Kontext zu verstehen sind. Daraus folgt, dass ein auf technischen Artefakten basierendes Wissensmanagementsystem—so die These dieses Workshops—immer nur so gut sein kann, wie seine Einbettung in das jeweils gegebene soziale Umfeld. Die soziale Dimension des Wissensmanagements ist dementsprechend von besonderer Bedeutung für seinen Erfolg. Sowohl die Betriebswirtschaftslehre als auch die Wirtschaftsinformatik, die beiden dominierenden Disziplinen auf dem Gebiet des Wissensmanagements, liefern nur einen ungenügenden theoretischen Hintergrund für die Betrachtung sozialer Aspekte des Wissensmanagements. So wird dort in der Regel ignoriert, dass die Auseinandersetzung mit Wissen sowie dessen Bedeutung für die Menschheit beispielsweise in der westlichen Philosophie seit mehr als 2500 Jahren geführt wird, und auch die Soziologie sowie die Psychologie bereits seit Jahrhunderten mit der Wissensproblematik befasst sind. Es ist liegt somit nahe, zu erörtern, welchen Beitrag diese Disziplinen zu aktuellen, die soziale Dimension des Wissensmanagements betreffenden Fragestellungen leisten können. Die Konfrontation praktischer Problemstellungen der Wirtschaftsinformatik und der Betriebswirtschaftslehre mit Konzepten aus den Disziplinen Philosophie, Soziologie und Psychologie trägt zur wechselseitigen Horizonterweiterung unter Berücksichtigung der Bedingungen der Praxis des Wissensmanagements bei.

Zielgruppe und Zielsetzung

Zielgruppe des Workshops sind Theoretiker und Praktiker, die sich bereits heute mit sozialen Aspekten des Wissensmanagements auseinandersetzen oder die Implikationen der sozialen Dimension für die künftige Entwicklung des Gebiets diskutieren wollen.

Das Ziel des Workshops ist es, konzeptionelle Grundlagen für die Integration disziplinspezifischer Theorien und Konzepte zu einem praxistauglichen, ganzheitlichen Wissensmanagment-Ansatz zu erörtern.

 

Zeitplan

 

Uhrzeit

Mittwoch, 02.04.2003

Donnerstag, 03.04.2003

10:3011:00

Kaffeepause

Haase, M.:
Die Analyse von Informationsprozessen in der Theorie der Unternehmung

11:0011:30

 

Ley, T.:
Measuring Intellectual Capital: Experiences and Reconsiderations

11:3012:00

 

Vohle, F.:
Wissensdivergenz und analoge Kommunikation

12:0013:30

Mittagspause

Mittagspause

13:3014:00

 

Clases, Ch., Wehner, T.:
Wissensorientierte Zusammenarbeit. Eine arbeitspsychologische Perspektive
auf Wissensmanagement

14:0014:30

 

Moser, K. S., Schaffner, D.:
Voraussetzungen des Wissensmanagements aus psychologischer Sicht

14:3015:00

Kaffeepause

Staiger, M.:
Entwicklung eines Anreizsystems im Wissensmanagement

15:0015:30

Ortner, J.:
Wissensmanagement als Steuerung von Zukunftserwartungen

Kaffeepause

15:3016:00

Renzl, B.:
Wissen in Organisationen –
Aspekte eines umfassenden Wissensbegriffes

Ahrens, D.:
Wissen und Neue Medien

16:0016:30

Totzke, B.:
Schrift – Wissen – Wissensmanagement

Heuwinkel, K.:
Wissensmanagement „entrusted“

16:3017:00

Kaffeepause

Kaffeepause

17:0017:30

Soziale Aspekte des Wissensmanagement:
Eine Diskussion

Paetau, M.:
Wie können soziale Systeme wissen, was sie wissen?

17:3018:00

Schoeneborn, D.:
Kopplungsprobleme wissensorientierter Kommunikation

18:0018:30

 

Abschlussdiskussion

20:00

Social Event

Conference Dinner

 

Moderatorinnen und Moderatoren

Prof. Dr. Hubert Knoblauch, Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Gabi Reinmann-Rothmeier, Universität Augsburg
Prof. Dr. Ursula Schneider, Universität Graz
Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, Universität Leipzig

 

Wichtige Termine

2.–4. April 2003

Konferenz in Luzern, Schweiz

 

Programmkomitee

Dr.-Ing. Rudolf Hoyer, Vereins- und Westbank AG, Hamburg
Prof. Dr. Hubert Knoblauch, Technische Universität Berlin, Institut für Soziologie
Dr. med. Dipl. psych. Ursel König, Klinik am Eichert, Göppingen
Prof. Dr. Herrmann Krallmann, Technische Universität Berlin, Institut für Wirtschaftsinformatik
Prof. Dr. Heinz Mandl, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Pädagogische Psychologie
Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß, Universität Konstanz, Fachbereich Philosophie
Prof. Dr. Gabi Reinmann-Rothmeier, Universität Augsburg, Medienpädagogik
Prof. Dr. Ursula Schneider, Universität Graz, Department of International Management
Prof. Dr. Georg  Schreyögg, Freie Universität Berlin, Lehrstuhl Personal und Führung
Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, Universität Leipzig, Institut für Philosophie
Prof. Dr. Peter Pawlowsky, Technische Universität Chemnitz, Lehrstuhl Organisation und Führung

Organisationskomitee

Boris Wyssusek, Technische Universität Berlin, Institut für Wirtschaftsinformatik
eMail: wyssusek@cs.tu-berlin.de
Martin Schwartz, Dr. Glinz & Partner Unternehmensberatung, Düsseldorf
eMail: ms@glinz-partner.de
Oliver Schliebs, Deutsche Post AG, Bonn
eMail: o.schliebs@deutschepost.de

Sponsoren

Deutsche Post AG, Bonn
Dr. Glinz & Partner Unternehmensberatung, Düsseldorf
Vereins- und Westbank AG, Hamburg

Publikation

In den Proceedings der Konferenz werden 'extented abstracts' der Workshop-Beiträge veröffentlicht. Überarbeitete Fassungen der Workshop-Beiträge erscheinen in einer separaten Publikation.